Heldenreisen bei Selbst-Bestimmt

Gestalttherapeutische Einzelbegleitung – Gestalttherapie…

Was ist Gestalttherapie?

Ein kluger Gestalttherapeut hat einmal gesagt:
„Fragen Sie 10 Gestalttherapeuten danach, was Gestalttherapie ist, und sie erhalten 10 unterschiedliche Antworten.“

Somit sollte deutlich werden, dass wir hier unsere ganz eigene Interpretation von Gestalttherapie darstellen wollen. Wir erheben dabei keinen Anspruch darauf, einer bestimmten Richtung oder einer Schule gerecht zu werden.

Und dies ist auch schon unser erster Punkt:
Gestalttherapie ist lebendig, individuell und somit immer neu und einzigartig in jedem Moment.
Gestalttherapie ist für uns außerdem weit mehr als eine bestimmte Methode oder eine besondere Theorie.
Wir sehen sie als eine Art und Weise, mit uns selbst und anderen Menschen umzugehen, um in einen lebendigen Austausch zu treten. Es handelt sich somit für uns eher um eine Lebens- und Sichtweise, die geprägt ist von Achtsamkeit, Hingabe, Wohlwollen und Mut.

Ein häufiges Missverständnis entsteht durch die Verwechslung:
Gestalttherapie oder Gestaltungstherapie? Hat Gestalttherapie etwas mit Tanzen und Malen zu tun?

In erster Linie hat Gestalttherapie nichts mit Malen oder Tanzen zu tun. Das Wort „Gestalt“ bezieht sich nicht auf das Verb gestalten, sondern auf das Nomen die Gestalt.
Der theoretische Hintergrund für diese Bezeichnung ist die Annahme, dass wir Menschen offene Gestalten in uns haben. Diese offenen Gestalten sind im Endeffekt unabgeschlossene Ereignisse, Aspekte oder Erfahrungen unseres Lebens. Der Gestalt-Ansatz geht davon aus, das diese Gestalten immer wieder in den Vordergrund treten und danach drängen, sich wieder zu schließen um somit ganz zu werden.

Ein einfaches Beispiel dafür ist die Geschichte dieses Pianisten:
Ein Pianist legt sich schlafen. Er hört aus dem Nachbarhaus einen anderen Pianisten, der ein wunderschönes Stück auf dem Klavier spielt. Er hört entzückt zu. Das Stück nähert sich den 3 magischen Schlussakkorden. Und da passiert es: Der Spielende lässt völlig unverhofft den letzten der Dreien – den entscheidenden Schlussakkord – weg! Unser Zuhörer ist erst verwundert. Dann wird er immer unruhiger. Das Stück wurde nicht abgeschlossen und das macht ihn unruhig und immer unruhiger! Bis er es nicht mehr erträgt, sich aus dem Bett quält, hinunter in seine Stube stapft, wo ein wunderschöner Klavierflügel auf ihn wartet. Er holt die Partitur hervor und beginnt zu spielen, kommt zum Schluss des Stückes und da …voller Genuss lässt er den letzten Akkord sehnsüchtig er – und ausklingen. Zufrieden geht er zurück in sein Bett und schläft selig ein.

Was hier sehr banal klingt, zeigt sehr deutlich, was eine offene Gestalt im Sinne der Gestalt-Theorie ist. Mit dem feinen Unterschied, dass die offene Gestalt in unserer Geschichte dem Protagonisten sehr schnell bewusst wird und er sie zu schließen weiß. Wenn wir der Gestalt-Theorie Glauben schenken dürfen, tragen wir alle solche offenen Gestalten mit uns herum – die meisten davon mehr oder minder unbewusst.

Wie kann ich diese Gestalten wahrnehmen?

Unsere Erfahrung ist, dass sich, wenn Du Dich dem Moment hingibst, die offene Gestalt in Dir zeigt, die gerade danach strebt wieder geschlossen zu werden. Somit kommst Du in Kontakt mit Bereichen von Dir selbst, die um einen Abschluss, um Aufmerksamkeit und um Zuwendung bitten.
Diese Bereiche können sowohl als sehr angenehm wie auch als eher unerwünscht oder schmerzhaft wahrgenommen werden.
Unser Angebot ist es, Dir ein Gegenüber zu sein, Dich individuell zu begleiten und zu ermutigen, genau wahrzunehmen, was sich Dir im Moment zeigen will.
Wenn Du Dir auf Deinem Weg eine Einzelbegleitung wünschst, kannst Du gerne Kontakt zu uns aufnehmen.

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