Heldenreisen bei Selbst-Bestimmt

Lover’s Journey

Wir empfehlen, vor einer Teilnahme an der Lover’s Journey, die Heldenreise zu machen.
Die Lover’s Journey dauert ebenfalls 7 Tage, ist von Paul Rebillot entwickelt worden und bedient sich verwandter Methoden der Heldenreise.

Zur Thematik

Die meisten Liebesbeziehungen beginnen in einer Wolke aus Phantasien, Träumen, Idealen und Schatten. Leider verlieben wir uns häufig in ein Idealbild, statt in die wahre Person und leben aneinander vorbei. Wenn sich dann die ersten Eigenheiten zeigen, wirst Du das Gefühl der Verbundenheit mit dieser Person verlieren, weil Du Dich nicht in sie, sondern in Deine Vorstellung von ihr verliebt hast. Es ist so, als ob eine dritte Person zwischen Euch beiden steht.
(Von Paul Rebillot)

Woran liegt es, daß dieses ewige Spiel, diese Faszination zwischen Mann und Frau so eine Macht über uns hat?

C. G. Jung spricht von Animus- und Anima-Projektionen. Er meint damit, dass wir versuchen, im anderen Geschlecht eine Seite in unser Leben zu holen, die letztlich Teil von uns selbst ist.
Die Sehnsucht nach dem idealen Partner, der Fiktion bleiben muß, ist letztlich die tiefe Sehnsucht, unsere inneren weiblichen Anteile (als Mann) oder unsere inneren männlichen Anteile (als Frau) zu entdecken, zu spüren und zu leben.
Doch noch weitere „innere Figuren“ beeinflussen unsere Fähigkeit zu lieben. Alle Enttäuschungen, Kränkungen und Verletzungen, die wir von Personen des anderen Geschlechts erfahren haben (allen voran das gegengeschlechtliche Elternteil), sammeln sich im „negativen Mann“ oder der „negativen Frau“ in uns. Auch sie sind unbewusste Anteile, die unsere Wahrnehmung beeinflussen und unsere Beziehungsfähigkeit einschränken.
Schließlich beeinflusst die Sicht des eigenen Geschlechts, kristallisiert am „positiven Mann“ und am „negativen Mann“ bei den Männern und den entsprechenden weiblichen Gestalten bei den Frauen, die Fähigkeit zur Liebe.

Der Ablauf

In der Lover’s Journey haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, ihre innere negative und positive Frau und ihren inneren positiven und negativen Mann zu entdecken, zu spüren und auszuspielen.
Diese vier Pole werden in ihrer Einzigartigkeit erlebt und ausagiert. Eine außergewöhnliche Erfahrung dabei ist sicherlich das Erleben des negativen Gegengeschlechts.
Höhepunkt ist dann die Wiederzusammenführung dieser vier Teile in der „mythischen Hochzeit“.
Die TeilnehmerInnen haben die Chance, Beziehungen in Zukunft offener und ehrlicher zu leben. Die Begegnung mit dem anderen Geschlecht findet direkter statt, da Phantasien bewusster wahrgenommen und als solche benannt werden können.
Methodische Schwerpunkte in diesem Prozess sind Körperarbeit, Tanz und die Gestaltung von eigenen Ritualen.

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